Wir

Ideeller Träger der Initiative „Raum für Trauer“ ist die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., vertreten durch Dr. Dirk Pörschmann.

Mitglieder und Initia­toren der Inita­tive sind weiterhin:
Günter Czasny, Edith Stras­sacker, Willy HafnerGisela Zimmer­mann, Achim Eckhardt und Tobias Blaurock sowie viele weitere Unter­stützer aus verschie­denen Berei­chen der Trauer-, Bestat­tungs- und Fried­hofs­kultur.

Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V.

Seit ihrer Gründung 1951 ist die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. die führende kulturelle Institution im Bereich der Friedhofs- und Bestattungskultur in Deutschland. Sie ist Träger des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Durch fast 70-jährige Erfahrung und eine Mitgliederstruktur, die eine große Bandbreite an Professionen aufweist, ist die Arbeitsgemeinschaft zu einem einzigartigen, internationalen Netzwerk geworden und verfügt über herausragende Kompetenzen.

Die Mitglieder sind in Forschung und Wissenschaft, Garten- und Landschaftsplanung, Grabmal- und Grabstättengestaltung, im Bestattungswesen, in der Friedhofsverwaltung, im Sozialwesen und im Bereich der Palliativ- und Hospizarbeit tätig. Die Arbeitsgemeinschaft ist deshalb ein kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen der Friedhofs-, Bestattungs- und Trauerkultur.

Die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal will die Erforschung der Trauer-, Bestattungs- und Friedhofskultur gewährleisten, um eine entsprechende Verbreitung gesicherter Erkenntnisse und daran orientierte Beratung zu ermöglichen. Ziel ist es, das öffentliche Interesse an diesen Fragen zu wecken und wachzuhalten. Als Plattform und Forum zur Präsentation und Diskussion neuer Ideen will sie als richtig erkannte Bestrebungen fördern und Impulse geben, die das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Trauer-, Bestattungs- und Friedhofskultur fördern. Für neue Erkenntnisse sollen die Möglichkeiten geschaffen werden, damit sie Eingang in die Praxis finden können.

Projekt „Raum für Trauer“

Für eine gelingende Trauerarbeit sind die tieferliegenden, existentiellen Bedürfnisse von Angehörigen im Umgang mit ihrer Trauer wesentlich stärker als bisher in den Mittelpunkt zu stellen. Das haben unterschiedlichste Fachleute und Experten der Trauer-, Bestattungs- und Friedhofskultur in Deutschland durch ihre langjährigen Beobachtungen, Erfahrungen, sowie aktuelle wissenschaftliche Studien zur Situation und Zukunft der Trauer-, Bestattungs- und speziell der Friedhofskultur (LINK intern/unten) erkannt.

Die Erkenntnisse zeigen, dass die Akzeptanz des Friedhofs schwindet, weil in Teilen seiner heutigen Ausprägung für eine wachsende Zahl von Menschen kein Beitrag zur Bewältigung der Trauer erkennbar ist. Besonders erschweren auch Grabformen ohne Grabpflege, an denen Trauerhandlungen untersagt oder nicht möglich sind, für viele Menschen die Bewältigung ihrer Trauer. Beispiele dafür sind unter anderem Baumbeisetzungen auch in Beisetzungswäldern und andere anonyme und halbanonyme Grabformen, an denen Trauerhandlungen nicht erlaubt oder möglich sind.

Es bedarf daher einer differenzierten Betrachtung der Gestaltung der Friedhöfe und anderer Beisetzungsorte, der dort üblichen Vorschriften und der dort vorherrschenden Handlungsweisen. Neben dem gesellschaftlichen Umgang mit den für Menschen schmerzhaften Verlusterfahrungen müssen dabei die Bedeutung der Verortung der Trauer sowie die grundlegenden psychologischen und wirkungsspezifischen Aspekte und Funktionen von Beisetzungsorten im Mittelpunkt stehen.
Für eine gelingende Trauerbewältigung hat der „aktive Umgang“ mit Trauer eine zentrale Bedeutung. Und somit ist auch der „aktive Umgang“ mit dem Trauer- und Beisetzungsort auf dem Friedhof neu zu betrachten und zu bewerten: Trauerhandlungen müssen auch direkt am Trauer- und Beisetzungsort möglich sein.

Dem folgend, hat die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. in Kooperation mit Institutionen, Gewerken, Vereinen und Verbänden der Trauer-, Bestattungs- und Friedhofskultur, die Initiative und das Projekt „Raum für Trauer“ initiiert.

Das Familienunternehmen Strassacker, das sich als Kunstgiesserei schon seit 100 Jahren intensiv mit der Trauer- und Erinnerungskultur beschäftigt, hat mit unterschiedlichen Aktionen und Maßnahmen wie auch Forschungsprojekten mit dazu beigetragen, diese Initiative und das Projekt „Raum für Trauer“ zu entwickeln und zu realisieren.

Nach vielen Jahren eines starken Wandels der Trauer-, Bestattungs- und speziell der Friedhofskultur (Sepulkralkultur) ist es an der Zeit, dass sich alle verantwortungsvollen Akteure den tieferliegenden Bedürfnissen einer gelingenden Trauerarbeit stellen. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse benötigt es einen öffentlichen Diskurs, der Angehörige und ihre existenziellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Dafür müssen diese neuen Erkenntnisse veröffentlicht und der Fachwelt sowie der Gesellschaft vermittelt werden.

Dazu bedarf es unterschiedlichster Maßnahmen, die gemeinsam unter der Koordination der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V. realisiert werden sollen. Es ist vorgesehen, in Fortbildungsveranstaltungen, Seminaren, Workshops, Ausstellungen, öffentliche Veranstaltungen, und Öffentlichkeitsarbeit, das Thema der Trauer in vielfältiger Weise zu beleuchten dafür zu sensibilisieren und das Verständnis zu fördern.

Dr. Dirk Pörschmann

Dr. Dirk Pörschmann forscht und publiziert zur Bestattungskultur. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Geschichte, Soziologie und Philosophie widmete er sich hauptsächlich der Forschung und Lehre zu kunst- und medienwissenschaftlichen Themen sowie der „Zero-Bewegung“.
Im Besonderen geht er dabei dem Wandel in der Sepulkralkultur nach. Gerade in den vergangenen zwei Dekaden sieht Dr. Dirk Pörschmann weitreichende Veränderungen und diagnostiziert den Bedarf eines gestalterischen Moments, welches die persönlichen Bedürfnisse der Menschen wahr- und ernstnimmt.

Edith Strassacker

Edith Strassacker Die Diplom-Betriebswirtin leitet seit 2001 als Geschäftsführerin die Kunstgießerei Strassacker in Süßen sowie seit 2012 das neu gegründete Unternehmen Strassacker Project. Bereits seit Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., Kassel. Durch ihr Unternehmen, die Kunstgießerei Strassacker, fördert sie die Weiterentwicklung von Friedhofskonzepten und Gestaltung von Grabstätten, wie auch die entsprechenden Forschungsprojekte und Trendstudien. Seit 2021 ist sie die Präsidentin der IHK Göppingen.

Günter Czasny

Günter Czasny beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit der Gestaltung von Friedhöfen, Beisetzungsorten und Grabzeichen. Günter Czasny ist Initiator zahlreicher interdisziplinärer Forschungsprojekte und Trendstudien sowie Impulsgeber branchenübergreifender Initiativen und Projekte. Er ist Autor von Publikationen und konzipierte verschiedene Ausstellungen, die sich mit der Weiterentwicklung von Friedhofskonzepten und der Gestaltung von Grabstätten beschäftigen. Günter Czasny ist ausgebildeter Metallgestalter,  Betriebswirt und stellvertretender Geschäftsführer der Kunstgießerei Strassacker in Süßen.

Willy Hafner

Willy Hafner lernte im Rheinland Steinmetz und studierte in München Kunstgeschichte, Kommunikationswissenschaften und Volkskunde. Bis 2013 war er Chefredakteur im Callwey Verlag in München und verantwortete neben verschiedenen Onlineportalen dort unter anderem die Zeitschriften „STEIN“, STEINtime und „Der Steinmetz“. Seit 2014 ist er als selbständiger Kommunikations- und Unternehmensberater tätig.

Gisela Zimmermann

Gisela Zimmermann ist Filmregisseurin, Medien- und Ausstellungskonzeptionistin. Die Autorenfilmerin hat seit über 20 Jahren ihren Themenschwerpunkt auf die Bereiche Sterben, Tod und Trauer gelegt und in diversen Filmen und Ausstellungen umgesetzt. Nach ihrer Ausbildung zur Trauerbegleiterin (Bundesverband Trauerbegleitung e.V.) und bedingt durch viele Erfahrungs-/Therapiegespräche befasst sie sich vermehrt mit dem Ort der Beisetzung, dem Grab, im Kontext „Friedhof als guter Ort für Trauernde“.

Achim Eckhardt

Achim Eckhardt absolvierte ein Studium als Maschinenbautechniker mit Aufbaustudium Wirtschaft und war mehrere Jahre in der Automobilbranche tätig, er arbeitete als Bestatter und ist ausgebildeter Trauerbegleiter (BVT). Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit dem Wandel im Bestattungs- und Friedhofswesen und dem Ziel, der Trauer „Raum“ und einen guten „Ort“ zu geben. Achim Eckhardt ist Mitglied im Redaktionsteam unserer Online- Plattform www.trauer-now.de und zuständig für das Netzwerk und das Social Media Management.

Tobias Blaurock

Dipl.-Fremdenverkehrsgeograph (Uni Trier) Tobias Blaurock ist Marketing- und PR-Experte und Inhaber der Agentur blaurock markenkommunikation. In den siebziger und achtziger Jahren in einem evangelischen Pfarrhaus aufgewachsen, verbinden ihn frühe und bis heute enge Berührungspunkte mit dem Thema Trauerbewältigung. Tobias Blaurock ist es ein persönliches Anliegen, die Handlungsfelder der Initiative „Raum für Trauer“ konzeptionell in den Bereichen PR und Marketing zu unterstützen.